Gottes Name

Im Alten Orient haben Götter eigene Namen – so wie auch Menschen Namen haben. Auch der Gott der hebräischen Bibel, der Gott Judas / Israels, hat einen eigenen Namen. Das Vaterunser-Gebet lässt dies noch erkennen, indem es da heisst: «geheiligt werde dein Name». Doch wie lautet der Name dieses Gottes?

Die zahlreichen Götter und Göttinnen, die im Alten Orient verehrt wurden, trugen je nach Gegend und Religion unterschiedliche Namen und es wurden den verschiedenen Gottheiten bestimmte Aufgaben- bereiche und Funktionen zugewiesen: So gab es Wettergottheiten, Gottheiten des Meeres, Gottheiten für den Krieg zum Schutz des eigenen Königs und Volkes, Gottheiten für die Fruchtbarkeit der Men- schen und für Fruchtbarkeit des Ackers und die gute Ernte usw. Zudem hatten die grösseren Städte (Stadtstaaten), welche über Königtum und Tempel verfügten, eine eigene Hauptgottheit für ihre Stadt (zum Beispiel Marduk für Babylon oder Dagon für Mari).

Höchste Gottheiten

In altorientalischen Texten werden auch Rangordnungen für die verschiedenen Gottheiten beschrieben. So kannten verschiedene Religionen eine Muttergottheit (zum Beispiel Nut / Mut, Aschera, Ischtar, Isis)1 und eine Vatergottheit (z.B. Enlil und EL). In der nordsyrischen Hafenstadt Ugarit wurden viele Texte aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. gefunden, welche die Verehrung und Bedeutung von EL (אל) beschreiben.2 EL wurde in Ugarit als höchste Gottheit des Pantheons und Vater der anderen Götter verehrt. Er galt als «Schöpfer der Geschöpfe» und als «Vater der Menschheit» und konnte im Gebet direkt als «Vater» angesprochen werden. Betont wurden auch seine Weisheit, seine freundliche Güte und Gnade sowie sein Segen.

Gebel al-Arak-Messer. Möglicherweise eine Darstellung von El mit zwei Löwen, 3450 v. Chr.

Auch im biblischen Land Kanaan – dem späteren Israel – wurde EL verehrt. Dies zeigt sich neben den biblischen Texten auch an bedeutenden Heiligtümern wie Bet-El («Haus des EL») und besonders daran, dass der Gottesname EL im Namen Isra-el enthalten ist («EL streitet / kämpft»). Dazu unten mehr.

Doch der besondere und eigentliche Gottesname im Judentum ist JHWH.

יהוה – JHWH

Wenn es im Vaterunser-Gebet heisst: «geheiligt werde dein Name», so ist der Gottesname JHWH ge- meint. JHWH (hebräisch: יהוה) ist der besondere Gottesname im Judentum und damit auch für Jesus, der Jude war, und dessen eigener Name mit dem Gottesnamen gebildet wird: Je-schuah (griechisch Jesus) heisst «JHWH hilft, rettet» («Je-» ist die Abkürzung für JHWH, siehe unten).

Der Gottesname JHWH galt Jesus und gilt im Judentum bis heute als heilig. Deshalb wurde er wahr- scheinlich schon vor der Zeit Jesu nicht mehr ausgesprochen. Daher ist auch nicht mehr bekannt, wie der Gottesname JHWH ursprünglich ausgesprochen wurde (wahrscheinlich jaweh). Auch die ursprüngliche Bedeutung des Namens JHWH ist nicht mehr bekannt.3 Damit der Gottesname JHWH nicht aus Versehen ausgesprochen wurde, setzte man bei den hebräischen Konsonanten die Vokale des hebräischen «Adonaj» ein, was «mein Herr», «mein Herrscher», «mein Gebieter» bedeutet.4 Im Mittelalter wusste man diesen Zusammenhang nicht mehr und begann, für JHWH fälschlicherweise Jehova zu lesen.

Im Judentum wird für JHWH ausserhalb des Gebets ha-Schem («der Name») gesagt, im Gottesdienst und in Gebeten Adonaj. Aus Respekt gegenüber dem Judentum und der Heiligkeit des Gottesnamens sollte JHWH auch christlicherseits nicht ausgesprochen werden. Die neueren deutschen Bibelübersetzungen (Einheitsübersetzung 2016; Lutherbibel 2017) tragen dem Rechnung: Überall, wo JHWH im Ersten / Alten Testament vorkommt, schreiben sie «HERR» mit Grossbuchstaben. Dies vermeidet die Aussprache von JHWH, ist aber in anderer Hinsicht problematisch: JHWH ist ein Eigenname und kommt im Alten Testament 6828 Mal vor. Wenn JHWH nun immer mit «Herr» wiedergegeben wird, verstärkt dies das in der Tradition bereits einseitig männlich geprägte Gottesbild. Zudem lässt das Wort «Herr» auch an «Herrschaft», «Macht» oder gar «Unterdrückung» denken, was ebenfalls ein einseitiges Gottesbild hervorrufen kann.

Der Gottesname יהוה in einer Torarolle, etwa in der Mitte des Bildes

Die Wiedergabe von JHWH in den deutschen Übersetzungen

Vom hebräischen Namen JHWH her gibt es keinen Grund, JHWH mit «Herr» wiederzugeben. Die Bibel in gerechter Sprache5 schreibt – in Anlehnung an jüdische Praxis – für den Gottesname JHWH je nach Kontext «der/die Heilige», «die/der Ewige» oder «Adonja», wobei letzteres freilich wiederum «mein Herr/Gebieter» heisst6 und somit ein einseitig männliches Gottesbild prägt.

Bei glaubenssache-online.ch geben wir den Gottesnamen JHWH jeweils mit Gott in Grossbuchstaben wieder. Damit erweisen wir der Heiligkeit des Gottesnamens sowie dem Judentum Respekt, machen die biblischen Texte lesbar und vermindern die einseitige männliche Prägung im Gottesbild, wozu auch schon das Prophetenbuch Hosea aufforderte: «Denn Gott (EL) bin ich und kein Mann» (Hosea 11,9).

Unklarer historischer Ursprung der JHWH-Verehrung

In welchem Gebiet und von wem der Gott JHWH historisch zuerst verehrt wurde und wie es dazu kam, dass JHWH zum einen und einzigen Gott Judas und Israels wurde, ist bislang nicht geklärt. Ohne neue Funde von Texten ausserhalb der Bibel oder von Inschriften und Götterfiguren kann hier keine grössere Klarheit erreicht werden.

Eine gängige These geht davon aus, dass die Verehrung von JHWH ursprünglich im südlichen Ostjordan- land verbreitet war, genauer in Edom7 (heute südliches Jordanien / Negev) oder Midian8 (heute nord- westliches Saudiarabien). Dafür könnte auch der älteste ausserbiblische Text sprechen, in dem von JHW die Rede ist: In einer Liste aus der Zeit des Pharao Ramses II. (13. Jh. v. Chr.) wird von einem «Land der Schasu-Beduinen des Jahû» (JHW) gesprochen.

Wadi Rum im Gebiet von Edom

Vielleicht gelangte mit solchen Beduinen die JHWH-Verehrung nach Juda, wo sie sich mit der Religion der aus Ägypten befreiten Hebräer:innen verband und wo dann König David den Gott JHWH als seinen persönlichen Schutzgott verehrte und schliesslich den JHWH-Kult im Tempel von Jerusalem einführte. Am Jerusalemer Tempel übernahm der Gott JHWH wahrscheinlich auch verschiedene Funktion des in Jerusalem schon lange zuvor verehrten Sonnengottes Schamesch9 sowie des in Kanaan verehrten EL.

JHWH wird zum einen und einzigen Gott Israels

Wie gesagt, erschien es in den Religionen des Alten Orients völlig selbstverständlich, dass es viele ver- schiedene Gottheiten gab. Auch in Juda / Israel hatte sich die Überzeugung, dass es nur einen einzigen universalen Gott für alle Menschen und die ganze Schöpfung gibt (Monotheismus) erst über Jahrhunderte entwickelt.10 So gibt es zum Beispiel Textfunde, in denen es heisst: «JHWH und seine Aschera», wobei Aschera eine Göttin ist. Heute gehen die meisten Forschenden davon aus, dass JHWH in der Familien-/Sippenreligion und zweitweise auch am Königshof bis etwa ins 6. Jahrhundert v. Chr. als Göttergatte der Göttin Aschera verehrt wurde.

Je mehr sich der Monotheismus in Israel entwickelte, desto mehr übernahm der Gott JHWH alle Funktionen und Zuständigkeitsbereiche, welche in anderen altorientalischen Religionen auf verschiedene Göttinnen und Götter verteilt waren. Insbesondere übernahm JHWH auch die Funktion von EL als höchstem Gott. Diese Entwicklung war massgeblich gefördert und gefordert durch die Propheten Elija, Elischa und später durch Hosea. Im Namen Elija ist das Anliegen dieser Propheten in Kurzform enthalten: El-i-ja bedeutet «mein EL ist JHWH».

(אל) EL – (אלהים) Elohim

Wie oben erwähnt, wurde EL in Ugarit bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. als höchste Gottheit, als «Vater der Götter» verehrt. Auch im biblischen Kanaan wurde EL breit verehrt, wie unter anderem der Name Isra-el noch erkennen lässt. In einer Aussage im Exodusbuch 6,2-3 wird das Bewusstsein deutlich, dass in frühester Zeit wohl EL verehrt wurde, der erst in späterer Zeit durch JHWH ersetzt wurde: «2 Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin JHWH. 3 Ich bin Abraham, Isaak und Jakob als El-Schaddai erschienen, aber unter meinem Namen JHWH habe ich mich ihnen nicht zu erkennen gegeben.»

Palastruinen in Ugarit

Entsprechen der weit verbreiteten Verehrung erscheint EL wie bei El-Schaddai in verschiedenen Wortkombinationen, unter anderem als El-Eljon («höchster El»); El roi («El der mich sieht»); El-olam («ewiger El»); El-Bet-El («El von Bet-El»); Elohe-Abi («der Gott meines Vaters»); Elohe-Abraham («der Gott Abrahams» auch Isaaks; Jakobs) und El-Schaddai (7 Mal im AT; nur Schaddai 41 Mal). Die Herleitung und Bedeutung von Schaddai ist noch nicht sicher geklärt: Vorgeschlagen wird u. a. Gott des Gebirges (nach akkadisch schadu) oder Gott des Feldes (nach hebr. sade).11

Da EL an vielen Orten verehrt wurde und zudem Funktionen der mesopotamischen Gottheiten Ea / Enki auf EL übertragen wurden, wurde EL in vielen semitischen Sprachen zum allgemeinen Ausdruck für «Gott» (auch das Arabische «Al-lah» ist von EL abgeleitet). Auch in den biblischen Schriften ist EL zumeist nicht mehr ein eigentlicher Gottesname, sondern die allgemeine Bezeichnung für «Gott» / «Gottheit». Dies gilt noch mehr für Elohim (אלהים), die Pluralbildung von EL. Elohim ist die zweithäufigste Bezeichnung für Gott im Ersten / Alten Testament (2602 Mal) und steht meistens für den einen Gott (z.B. im Genesisbuch 1,1–2,4a für den Schöpfergott). Elohim kann aber als Plural auch die anderen Götter bezeichnen (Deuteronomiumbuch 6,14; Josuabuch 24,15).

JHWH und EL in Personennamen enthalten

Die Verbreitung der Verehrung von JHWH und EL lässt sich indirekt auch daran nachweisen, dass mit ihnen Personennamen gebildet wurden: JHWH wird bei Personennamen angehängt mit der Abkürzung «…-ja» (wie bei Hallelu-ja = «singt JHWH») oder vorangestellt mit der Abkürzung «Jo-…» (bzw. «Jeho-…»). Beispiele solcher Namen sind Jesa-ja («Rettung von JHWH»); Hiski-ja («JHWH ist meine Kraft»); Elija («mein EL ist JHWH», d. h. «mein Gott ist JHWH»); Jo-chanan («JHWH ist gnädig»), davon griechisch Johannes; Jo-natan («JHWH hat gegeben»); und wie bereits gesagt Jo-shua / Jeho-schua / Je-shua («JHWH hilft/rettet»), was ins Griechische übertragen wurde mit Josua oder mit Jesus (᾽Ιησους).

Der Gottesname EL ist beispielsweise enthalten in Isra-el («EL streitet / kämpft»); Isma-el («EL hat gehört»); Immanu-el («mit uns ist EL»); Gabri-el («EL ist meine Stärke»); Samu-el («EL hat er-/gehört»); Rafa-el («EL ist Arzt»); Dani-el («EL ist mein Richter»).

Die Worte „Hallelu-jah“ am Ende von Psalm 148 und am Anfang von Psalm 149 über und unter der nach links gerichteten Hand des Mannes.

Deutung und Bedeutung – lebendig und konkret

Welche Bedeutung hat es in den so komplexen religionsgeschichtlichen Zusammenhängen und Entwicklungen, dass Gottheiten konkrete Namen haben? Und was soll man von der Vielzahl von Bezeichnungen beziehungsweise Umschreibungen für Gott halten, wie soll man sie heute deuten?

Meiner Meinung nach kann einerseits die Vielfalt der Namen und Entwicklungen gewürdigt werden und andererseits die Konkretheit: Die Vielfalt der verschiedenen Bezeichnungen für Gott in der Bibel zeigt, dass der sich der Gottesglaube immer wieder neu entfaltet: Gottesglaube ereignete sich in unzähligen verschiedenen Menschen, die ihre je eigenen Vorstellungen von Gott hatten und die miteinander ins Gespräch kamen über ihre Gotteserfahrungen. Dass derart verschiedene Gottesbezeichnungen und auch Gotteserfahrungen/-vorstellungen in der Bibel nebeneinander erhalten sind, gehört zu einer ihrer grossen Stärken: Denn dadurch ist die Bibel kein starres System, «kein ausgeklügelt Buch», sondern vielmehr ein «geselliges Buch» (Kurt Marti),12 in welchem die vielen, zeitlich so verschiedenen und inhaltlich so vielfältigen Stimmen miteinander in einen Dialog treten und damit zeigen, dass Gottesglaube ein lebendiger Prozess ist, etwas, das wachsen und sich verändern kann.

Indem Gott ein bestimmter Name zukommt – im Judentum der Name JHWH – wird der biblische Gottesglaube konkret.13 Es wird nicht irgendein Prinzip oder Abstraktum, sondern ein konkretes Gegenüber als Gott verehrt, auch wenn sich das je eigene und auch kollektive Gottesbild immer wieder verändern kann und wird. Anders ausgedrückt: In dem Masse, indem wir Menschen zu Gott beten und zu Gott «Du» sagen und Gott danken und bitten und die Ehre geben, in dem Masse wird das unergründliche Geheimnis des Universums und des Lebens, das wir Gott nennen, zu einem Gegenüber, zu einem Bezugspunkt für unser Leben, zu etwas Realem für uns Menschen.

  1. Vgl. Christl M. Maier: Muttergöttin, auf: http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/28225/ (14.01.2023).
  2. Vgl. Ingo Kottsieper: El, auf: http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/17172/ (14.1.2023).
  3. Die im Exodusbuch 3,14 gemachte Verbindung zum Verb hjh («sein»): «Ich bin der ich bin», versucht aller Wahr- scheinlichkeit in einer späteren Zeit, als man schon längst nicht mehr wusste, was JHWH ursprünglich bedeutete, dem Gottesnamen eine inhaltliche Bedeutung zu geben.
  4. Vgl. J. Cornelis de Vos: Herr / Adonaj / Kyrios, auf: http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/10865/ (14.01.2023).
  5. Vgl. https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de (14.01.2023).
  6. Verschiedene französischsprachige Bibelübersetzungen geben JHWH schon lange mit «l’Eternel» wieder (z.B. La Sainte Bible. Nouvelle Edition de Genève 1979). Die meisten englischsprachigen Bibelübersetzungen schreiben für JHWH «the Lord».
  7. Für Edom sprechen manche biblischen Aussagen, z.B. Deuteronomiumbuch 33,2; Psalm 68,8; Richterbuch 5,4.
  8. Für Midian könnte sprechen, dass Mose gemäss der Exoduserzählung nach Midian flüchtete und sein Schwiegervater Reguël ein midianitischer Priester war (Exodusbuch 2,15-22).
  9. Vgl. Stephan Lauber: Sonne, auf: http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/30046/ (14.01.2023), bes. Kap. 3.3.
  10. Vgl. Bauks, Michaela: Monotheismus (AT), auf: http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/27997/ (14.01.2023).
  11. Für eine Übersetzung von El-Schaddai mit «Gott, der Allmächtige» (so noch die Einheitsübersetzung von 1980) bzw. «der allmächtige Gott» (so weiterhin die Lutherbibel 2017) gibt es vom Hebräischen her keinen Grund. Diese Übersetzungtradition stammt vielmehr von der griechischen Übersetzung des ATs (LXX), welche für El-Schaddai den Ausdruck pantokrator («Allherrscher») gebraucht, was die Vulgata schliesslich ins Lateinische überträgt mit omnipotens («allmächtig»). Die Zürcherbibel von 2007 und die Einheitsübersetzung 2016 gebrauchen nun richtig- erweise wieder den Namen El-Schaddai (vgl. u.a. Genesisbuch 17,1; 28,3; 35,11).
  12. Vgl. das gleichnamige Gedicht von Kurt Marti in: ders. Die gesellige Gottheit. Ein Diskurs, Stuttgart 2. Aufl. 1993, 10-12.
  13. Im christlichen Gottesglauben wird Gott in Jesus von Nazareth konkret / konkretisiert.

     

    Bildnachweise: Titelbild: Die Große Synagoge in der Dohány utca, Budapest, Ungarn. / Bild 1: Gebel al-Arak-Messer mit möglicherweise einer Darstellung von El mit zwei Löwen, 3450 v. Chr. Ausgestellt in der Abteilung für Ägyptische Altertümer des Louvre. Wikimedia Commons: Rama / Bild 2: Das Tetragram יהוה in einer Torarolle. Textausschnitt aus Numeri 18,27-30. Wikimedia Commons: Daniel Tibi / Bild 3: Mutlak Wüstencamp im Wadi Rum, Jordanien, das im Gebiet Edoms liegt. / Bild 4: Palastruinen in Ugarit. Wikimedia Commons: LorisRomito / Bild 5: Die Worte „Hallelu-jah“ am Ende von Psalm 148 und am Anfang von Psalm 149 über und unter der nach links gerichteten Hand des Mannes. Französische Handschrift aus dem 13. Jahrhundert. Wikimedia Commons.

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Kommentare

Ein Kommentar zu “Gottes Name

  1. 29.01.23

    Ruth Brogini

    Vielen Dank für den Beitrag über den Namen Gottes. Derzeit lese ich das Buch von Konrad Schmid und Jens Schröter „Die Entstehung der Bibel“ in dem ähnliche Thesen vertreten werden. Es tut mir gut, immer wieder zu erfahren, dass viele auf dem Wege sind, das unergründliche Geheimnis des Universums und des Lebens zu suchen.

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